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Flachsee 2011

Wasservogel-Beobachtung
Flachsee


8. Januar 2011
Text: Ernst Kistler, Bilder: Stefan Kohl

 
Pressebeiträge: (383 kB) (730 kB)
2 Beiträg auf der IGLU-Homepage [1] [2]
Verirrter Frühlingstag mit Wintergästen

Der 8. Januar 2011 war ein besonderer Tag! Nach dem für manche wohl abschreckenden Regen am Morgen, wurden 31 Exkursions-Teilnehmende im bereits föhngewärmten Exkursionsgebiet von einer lachenden Sonne in Empfang genommen. Begünstigt vom guten Licht gehörte die erste Halbstunde nach dem Start um 10.15 Uhr dem ausgiebigen Beobachten der Gänse und Schwäne, die in zwei getrennten, aus fünf Arten zusammen gesetzten Herden im Kulturland grasten. Bis kurz nach 15 Uhr sollten weitere spektakuläre Beobachtungen den Puls des heiteren Publikums höher schlagen lassen. Doch der Reihe nach.

Ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft für Natur- und Vogelschutz Uster (GNVU) und der IGLU Volketswil sind die jeweils in der ersten Jahreswoche gemeinsam durchgeführten Wasservogelexkursionen entweder in Stein am Rhein, am Klingnauer Staussee oder wie diesmal turnusgemäss am Flachsee an der Reuss. Der Abschnitt zwischen Unterlunkhofen und Hermetschwil ist eigentlich ein träge fliessender Flussteil. Er liegt 300 m breit im Staubereich des Wasserkraftwerkes Bremgarten und wurde 1975 im Rahmen der Reusstalsanierung angelegt. Dank seiner günstigen geografischen Lage hat sich das Gebiet auch zu einem national bedeutenden Rast- und Überwinterungsplatz für Wasservögel entwickelt. Seine Verzahnung mit alten Auenwäldern, die entlang eines erhalten gebliebenen Reussaltarms liegen, gibt ihm eine besonders hohe Qualität. Diese hat den Kanton Aargau veranlasst, hier ein 43 ha grosses Naturschutzgebiet auszuscheiden; mit 21 ha, ökologisch besonders wertvollen Flachwasserzonen.

Zwergschwäne © Michael Labreuche

Zwergschwäne   Grau- und Blässgänse   Sing- und Höckerschwäne

Gala der Gänse, Schwäne und Enten
Die offiziellen Leiter der Exkursion, Stefan Kohl, Hans-Ueli Dössegger und Ernst M. Kistler, konnten sicher sein, ihrem Publikum verschiedene Entenarten präsentieren zu können. Grössere und kleinere Ansammlungen von Stock-, Schnatter-, Reiher-, Tafel-, Löffel-, Krick-, Spiess- und Pfeifenten taten ihnen den Gefallen; vor allem die Erpel im Prachtkleid erfreuten die Gemüter.

Für die Überraschung sorgten allerdings die Gänse und Schwäne. Höcker-, Zwerg- und Singschwäne im gleichen Pulk sind hierzulande nämlich eine aussergewöhnliche Entdeckung. Eben so selten bekommt man an einem Tag auch Bläss-, Grau- und Brandgänse zu Gesicht. Wenn dann auch noch Eisvogel, Kernbeisser, Goldammer, Wanderfalke, Waldwasserläufer, Gänsesäger und andere ihre Aufwartung machen, ist ein unvergessliches Naturerlebnis gesichert. Dank dem in der Gruppe versammelten Fachwissen wurde auf dem in lockerer Stimmung durchgeführten Spaziergang all dies registriert. Fazit: Mit gesamthaft 62 Vogelarten hat das wettermässige Zwischenhoch allen Teilnehmenden zweifellos das erste ornithologische Hoch des Jahres beschert!
Spiess- und Stockente © Michael Labreuche

Graugänse   Spiess- und Stockente   Silberreiher

         
   

Beobachtete Vögel: 62 Arten
Amsel Erlenzeisig Kleinspecht Rotkehlchen Teichhuhn
Bachstelze Feldsperling Kohlmeise Rotmilan Turmfalke
Bergstelze Gänsesäger Kormoran Schnatterente Waldwasserläufer
Bergpieper Gartenbaumläufer Krickente Schwanzmeise Wanderfalke
Blässgans Goldammer Lachmöwe Silberreiher Wasserralle
Blässhuhn Graugans Löffelente Singschwan Weissstorch
Blaumeise Graureiher Mäusebussard Sperber Wintergoldhähnchen
Brandgans Grünspecht Misteldrossel Spiessente Zaunkönig
Buchfink Haubentaucher Mittelmeermöwe Stockente Zwergschwan
Buntspecht Haussperling Pfeifente Strassentaube Zwergtaucher
Eichelhäher Höckerschwan Rabenkrähe Sturmmöwe  
Eisvogel Kernbeisser Reiherente Sumpfmeise
Elster Kleiber Rohrammer Tafelente